Werbach

Bevölkerung (31.12.2013): 1.251
Größe: 1.218 ha
Ortsvorsteher: Birgit Hörner, Tel. 09341 / 1534

In einer Urkunde von 1200 hört man zum ersten Mal von dem Dorf Wertpach, das 1248 Werpach genannt wurde. Schon 1380 und noch in der Mitte des 17. Jahrhunderts geboten über die Gemeinde zwei Herren: Kurmainz und - nach Aussterben der Grafen von Rieneck und der Landgrafen von Leuchtenberg (1646) - das Bistum Würzburg. Der Würzburgische Teil zählte in dieser Zeit zum Amt Grünsfeld. 1656 erhandelte Kurmainz im Tausch gegen Pülfringen die Würzburgische Hälfte des Ortes, verpfändete aber bereits zehn Jahre später für 24 Jahre die ganze Gemeinde dem Hochstift Würzburg. Die oberhoheitliche Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Mainz endete 1803. Werbach fiel damals an das Fürstentum Leiningen und 1806 an das Großherzogtum Baden.
Die Geschichte Werbachs berichtet von leidvollen Ereignissen. Furchtbar wütete 1563 die Pest, die 482 Dorfbewohner hinwegraffte. Auch im Dreißigjährigen Krieg kamen viele Ortseinwohner um, damals wurden die Kirche und große Teile des Dorfes niedergebrannt. 1673 wütete hier noch einmal die Pest, an der erneut 80 Menschen starben. In die Geschichte eingegangen ist ferner das Gefecht zwischen Oldenburgern und Badenern am 24. Juli bei Werbach und Hochhausen im Bruderkrieg 1866.
Bekannt wurde die Gemeinde durch ihre vielbesuchte Wallfahrtskapelle Liebfrauenbrunn. Auch altes Brauchtum wird hier noch gepflegt. Seit dem 16. Jahrhundert besteht in Werbach die Sebastianus-Bruderschaft, deren Mitglieder noch bis zum heutigen Tage die Toten auf ihrem letzten Gang zum Friedhof begleiten.

Impressionen aus Werbach