28. September 2016

Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern im öffentlichen Verkehrsraum

Bäume, Sträucher und Hecken entlang von öffentlichen Straßen und Wegen verschönern das Landschafts- und Ortsbild. Das Wachstum der Pflanzen bringt es aber immer wieder mit sich, dass an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet die Anpflanzungen zum Teil in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragen.
Zum öffentlichen Verkehrsraum gehören neben der eigentlichen Fahrbahn auch der Gehweg und der Randstreifen. Die überhängenden Äste und Zweige führen dazu, dass Verkehrsteilnehmern vor allem an Kreuzungen und Einmündungen die notwendige Sicht genommen ist und Fußgänger zum Teil so beeinträchtigt werden, dass sie auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Um solche Behinderungen oder gar Gefährdungen der Verkehrsteilnehmer zu vermeiden, sind die Eigentümer von Anpflanzungen entlang öffentlicher Straßen und Wege verpflichtet, diese so zurück zu schneiden, dass folgende Lichträume bleiben:

  • über der gesamten Fahrbahn 4,50 m
  • über den sich anschließenden 0,50 m breiten Geländestreifen 4 m (der Übergang von 4 m auf 4,50 m ist in schräger Richtung herzustellen)
  • über Radwegen 2,50 m
  • über Fußwegen 2,30 m


Der Bewuchs entlang der Geh- und Radwege ist bis zur Geh- bzw. Radwegkante zurück zu schneiden. Bei Fahrbahnen ohne Gehweg ist ein seitlicher Sicherheitsraum von mindestens 0,75 m einzuhalten. Ist ein Hochbord (Randstein) vorhanden, kann der Sicherheitsabstand vom Fahrbahnrand auf 0,50 m verringert werden. An Straßeneinmündungen und Kreuzungen müssen die Anpflanzungen stets so niedrig gehalten werden, dass eine ausreichende Übersicht für die Kraftfahrer gewährleistet ist. Im Allgemeinen gilt hier das Maß 0,80 m.
Bei Unfällen oder Beschädigungen an Fahrzeugen kann der Besitzer von Bäumen, Sträuchern und Hecken, die nicht auf das notwendige Maß zurück geschnitten wurden, ersatzpflichtig gemacht werden. Verkehrszeichen dürfen von den Anpflanzungen ebenfalls nicht verdeckt werden. Auch im Bereich von Straßenbeleuchtungen ist der Bewuchs so zurück zu schneiden, dass die Lichtquelle nicht beeinträchtigt wird.
Wir bitten alle Grundstückseigentümer, ihre Grundstücke dahingehend zu überprüfen, ob ihre Anpflanzungen die o.g. Bestimmungen einhalten. Sollte dies nicht der Fall sein, sollen die Anpflanzungen entsprechend zurück geschnitten werden.
Die Anwohner werden gebeten, ihre Grundstücke zu überprüfen und erforderliche Rückschnitte und Säuberungsaktionen durchzuführen.

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