20. Mai 2021

Wasser für private Pools

Bei der Befüllung und Entsorgung des Badewassers eines eigenen Schwimmbades oder Pools wird um Beachtung folgender Punkte gebeten.
Das Befüllen ist über den hauseigenen Frischwasseranschluss vorzunehmen. Das Wasser fließt somit über den hauseigenen Wasserzähler. Der Frischwasserbezug darf nicht über den Gartenwasserzähler laufen, denn dieser ist ausschließlich für die Bewässerung des Gartens vorgesehen.
Nach dem Wasserhaushaltsgesetz ist Abwasser Wasser, das durch häuslichen, gewerblichen oder sonstigen Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert ist. Das Frischwasser, mit dem der Pool befüllt wird, wird in der Regel chemisch behandelt, zum Beispiel mit Chlor, Algenschutzmittel, pH-Senkern oder –Hebern oder nach der Aktiv-Sauerstoff-Methode. Somit handelt es sich um Abwasser. Auch ohne chemische Behandlung wird das Wasser durch den Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert, beispielsweise durch Sand, Sonnencreme, Schweiß oder Körperflüssigkeiten. Dadurch ergeben sich für die Entsorgung bestimmte Vorgaben.
Grundsätzlich ist Abwasser, zu dem auch das Schwimmbadwasser zählt, der entsorgungspflichtigen Kommune zu überlassen, die das Abwasser gebührenpflichtig entsorgt. Das Abwasser des Schwimmbads ist dafür mithilfe einer handelsüblichen Pumpe der öffentlichen Kanalisation zuzuführen. Eine Versickerung oder die direkte Einleitung des Schwimmbadwassers in ein Gewässer ist ohne wasserrechtliche Erlaubnis unzulässig.
Die Kosten für den Bezug dieses Frischwassers beinhalten auch bereits die fälligen Abwassergebühren. Eine Gutschrift des Abwassers kann somit nicht erfolgen.

Zurück